Das Haus Eichkamp hat eine herausragende Funktion für alle Bewohner. Als Bürgerhaus ist es für alle offen. Nach dem Willen der Beteiligten sollen die Schwerpunkte des Hauses Kultur und Nachbarschaft sein und insbesondere generationsübergreifende Angebote eingerichtet werden.

Die Gestaltung des Profils des Hauses sowie Planung und Durchführung einer breiten Angebotspalette erfolgt durch Themengruppen. Sie stehen allen Anwohnern offen. Regelmäßig werden in der Hausgruppe Ideen und Planungen der Themengruppen zusammengetragen. Aktuell beteiligen sich bis zu 60 Personen aktiv an der Gestaltung. Die Gesamtverantwortung für das Haus und die Finanzen liegt der Stiftung am Grunewald und dem Siedlerverein Eichkamp. Ein Beirat berät und unterstützt die Eigentümer des Hauses. Mit der breiten ehrenamtlichen Arbeit werden von den Eichkamperinnen und Eichkampern wichtige öffentliche Aufgaben für den Sozialraum und darüber hinaus übernommen.

In der Angebotsentwicklung greifen wir auf bereits bestehende Angebote des Vereins wie Café Zikade, Vorträge, Nachbarschaftsfeste, Filmvorführungen, Chor, Tanz und künstlerische Angebote sowie auf die Aktivitäten der Bürgerinitiative, der Initiative Stolpersteine und der EnergieKooperative zurück. Auf dieser Basis erfolgen Ausbau und Entwicklung neuer Angebotsstrukturen. Die Treffpunktangebote sollen erweitert werden, z. B. durch die Nutzung des Gartens im Sommer. In den bisherigen Treffen hat sich das Thema gesunde Ernährung als wichtiges Querschnittsthema herausgestellt. Auch sollen die Angebote für Jugendliche ausgebaut werden, die bisher völlig fehlen. Ein Kellerraum mit Zugang zum Garten soll schwerpunktmäßig für ein Jugendprogramm genutzt werden, das von den Jugendlichen selbst organisiert wird und sich an ihren Bedürfnissen orientiert.

Die Stiftung am Grunewald wird entsprechend ihrer Satzung die Förderung der Jugend- und Altenhilfe sowie die Förderung der Kunst und Kultur (§ 2 (1) Ziffer 2 und 3 der Satzung) übernehmen und finanziell unterstützen. Der Siedlerverein übernimmt entsprechend seiner Satzung die Nachbarschaftspflege.

Aktuell bestehen gute Kontakte zu den Bewohnern der Heerstraßensiedlung und Kontakte zu den umliegenden Schulen und Sportstätten. Wir wollen eine bessere Vernetzung mit dem gesamten Umfeld erreichen, um Spannungen abzubauen und das Haus zu einem Ort der gegenseitigen positiven Wahrnehmung machen. Die Inklusionsschule Reinfelder Schule und die neue InklusionsKindertagesstätte Sinneswandel bieten dazu gute Ansätze.

Die Finanzierung der laufenden Kosten und des Betriebs erfolgt durch Einnahmen aus Vermietung, Erträge aus Eigenveranstaltungen, Spenden und Zuwendungen der Stiftung am Grunewald sowie  Beiträge des Siedlervereins Eichkamp. Es werden gestaffelte Nutzungsbeiträge für unterschiedliche Nutzungsarten festgelegt, die sozial verträglich sind. Soziale Projekte, auch wenn kein Nutzungsentgelt gezahlt werden kann, genießen Vorrang. Alle aktiven Unterstützer arbeiten ehrenamtlich für das Haus Eichkamp.